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Zu Hause Pflegen

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DIABETES und die Probleme in der Pflege zu Hause

Da die Lebenserwartung ständig steigt, erhöht sich auch die Anzahl der Diabetiker im Alter, und Diabetes wird sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu einer Art »Volkskrankheit« entwickeln.

Die Betreuung und Pflege dieser Menschen wird einen immer höheren Stellenwert einnehmen, da viele Menschen im Alter alleine leben und sich nicht selbst versorgen können.

Folgeschäden

Die Problematik des Diabetes liegt vor allem in seinen Folgeschäden, wie ...

Die drei letzten angeführten Krankheiten sind meist die Ursachen des diabetischen Fußsyndroms. Die daraus resultierenden Fußläsionen (Verletzung, Abschürfungen bis hin zu Amputationen) sind abhängig vom Vorliegen einer PNP und/oder PAVK. Aber auch die Qualität der Diabetes-Einstellung, der soziale Status, die Diabetesdauer und das Alter der Patienten werden mit dem Auftreten von Fußproblemen assoziiert.

Ein Geschwür entsteht oft aufgrund von geschädigten Nerven. Diese diabetischen Nervenleiden verursachen eine verminderte Berührungs- und Drucksensibilität. Auch die Schmerzwahrnehmung verringert sich, durch Drucküberlastungen kommt es zu Fußdeformationen. Häufig treten Geschwüre durch zu enges Schuhwerk oder Fremdkörper im Schuh auf, die bei Verlust der Schmerzempfindung meist erst beim Ausziehen der Schuhe bemerkt werden.

Die nachlassende Sehkraft älterer Diabetiker und die eingeschränkte körperliche Mobilität im Alter führen dazu, dass Diabetiker neben der sensiblen auch die optische und taktile Kontrolle ihrer Füße verloren haben und Fußverletzungen häufig erst durch Angehörige, Fußpfleger oder Ärzte in weit fortgeschrittenem Zustand bemerkt werden.

Fallbeispiel aus der Praxis

Das Fallbeispiel stammt aus der Praxis der mobilen Hauskrankenpflege: Frau Sch. ist seit 30 Jahren Diabetikerin. Sie war auf orale Medikation eingestellt und hielt eine Diabetesdiät ein. Vor einem halben Jahr bemerkte sie eine Veränderung der Durchblutung ihrer Füße. Die 82-Jährige zeigte diese ihrem Hausarzt aber erst, nachdem bereits Nekrosen (abgestorbene Zellen und abgestorbenes Gewebe) an den Zehen aufgetreten waren. Frau Sch. wurde ins Krankenhaus eingewiesen  und nach mehrwöchigem Aufenthalt – mit Einstellung auf »Unter-die-Haut-Insulingabe« – entlassen.

Die Angehörigen und Frau  Sch. baten um Unterstützung der Betreuung durch die Mitarbeiter eines mobilen Dienstes, da sich alle mit der neuen Situation überfordert fühlten.

Es bedurfte eines besonderen Einfühlungsvermögens und einer Menge Aufklärung, um die Ängste (wie z.B. Angst vor der täglichen Injektion, vor Über- oder Unterzuckerung sowie vor einer Amputation der Zehen) abzubauen.

Durch den regelmäßigen  fachgerechten Verbandwechsel wurden die vorhandenen Schmerzen von Frau Sch. auf ein Minimum reduziert, eine Erhöhung der Lebensqualität konnte erzielt werden. Auch die regelmäßigen Informations- und Aufklärungsgespräche lassen Frau Sch. wieder positiv in die Zukunft blicken.


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